Palgue

Eines der ältesten philosophischen Werke des Orients ist ,>I Ging - Das Buch derWandlungen« (koreanisch Juyok). Im Mittelpunkt dieses Buches stehen acht Grundphänomene, die Palgue, die in ihrer Wechselwirkung alle Vorgänge im Universum widerspiegeln.    Der Gedanke der Palgue umfaßt verschiedene Symbole und schließt alle gegensätzlichen Begriffe und Vorstellungen ein. Diese wachsen durch ständigen Wandel sowie unendlich viele Kombinationen und entwikkeln in sich ewig weiter. Das bedeutet, daß zum Beispiel aus Himmel und Erde, Mann und Frau, Licht und Dunkelheit, Gutem und Bösem alles in unserem Universum entsteht je nachdem, in welcher Weise diese acht Zeichen der Macht Phänomene zusammentreffen, sich miteinander vermengen oder sich wieder voneinander trennen. Dies geschieht nach bestimmten Gesetzmäßigkeiten Die Welt der Palgue beruht somit auf Veränderung und Zusammenwirken verschiedener Elemente. Es ist eine Welt der Gegenpole.
Im übertragenen Sinn führt diese fernöstliche Philosophie beim Taekwondo zu den Bewegungsabläufen, den Poomsen Palgue.
Durch diese Poomsen soll der Schüler dieGrundprinzipien des Taekwondo begreifen lernen, welche gekennzeichnet sind von der Gegensätzlichkeit, der Veränderung und dem Zusammenwirken, dem Konflikt und der Harmonie, und so mit dem Gedanken der Palgue übereinstimmen.